Branded Content – das Marketing-Tool des Web 2.0

Im Netz existiert nur derjenige, der präsent ist. Präsenz erzeuge ich über Content – über relevante Inhalte und damit Mehrwert, den ich meiner Zielgruppe biete. Je klarer ich mit diesen Inhalten zum Ausdruck bringe, wer ich bin, was ich mache und welchen Nutzen meine Zielgruppe davon hat, desto länger bleibe ich meinen potentiellen Kunden im Gedächtnis.

Die Planung von Content ist also ein Branding – ich erschaffe mich, mein Unternehmen, meine Produkte als klar definierte „Content-Marke“. Das heißt, ich lege ganz klar fest, wen die Inhalte, mit denen ich mich im Netz präsentiere, ansprechen und welche Botschaft sie transportieren sollen. Habe ich das einmal definiert, kann ich mir überlegen, in welcher Form ich meine Message in Richtung Zielgruppe „losschicke“ – und zwar regelmäßig, am besten auf einem Blog.

Nicht umsonst zieht das Schlagwort vom „Corporate Blog“ immer weitere Kreise: Das Blog als Sprachrohr und Aushängeschild des Unternehmens im Web 2.0. Vernetzt mit den jeweils relevanten Social Media Plattformen ist ein Blog das effektivste Kommunikationswerkzeug im Internet. Vor allem dann, wenn ich meine Inhalte auf eine spannende Art und Weise wiedergebe, die die Kunden immer wiederkehren lässt.

Fernsehserien arbeiten mit sogenannten „Cliffhangern“, atemberaubenden Schlussszenen, in denen das Schicksal des Helden am seidenen Faden hängt. Diese Technik kann ich für meinen Blog-Content nutzen: Ich spinne meine Message in eine Fortsetzungs-Geschichte ein und lasse jedes Kapitel mit einem Cliffhanger enden – einem ungelösten Problem, einem offenen Konflikt, einer spannenden Frage. Mein Leser wird unbedingt die Auflösung wissen wollen. Und wird deshalb wiederkommen. Damit habe ich ihn am „Haken“, aber nicht, weil ich ihm großspurige Versprechungen mache oder mit bombastischen Rabattaktionen locke, sondern weil ich ihm eine spannende (Fach-)Geschichte erzähle, die ihm einen echten Mehrwert verschafft – auf zweierlei Weise: Erstens kann er aus den fachkundigen Informationen, die in meiner Geschichte enthalten sind, beruflichen oder privaten Nutzen ziehen, und zweitens macht es ihm die Geschichte Spaß, die ich ihm erzähle. Abgesehen vom inhaltlichen Nutzen zieht ihn also die Spannung, der Witz, die Außergewöhnlichkeit der Geschichte an – Infotainment auf der Höhe der Zeit.

Diese Form der Wissensvermittlung wird durch die Sozialen Netzwerke stark zunehmen. Schon jetzt ist sie auf dem Vormarsch. Wer im digitalen Zeitalter Neukunden gewinnen, Bestandskunden halten und Altkunden wiedergewinnen will, der muss ihnen etwas bieten, und das nicht nur fachlich, sondern eben auch emotional – in Form von Unterhaltung. Für Unternehmer und Freiberufler liegt darin eine große Chance: Auch ohne große PR-Abteilung und umfangreichen Werbeetat kann ich eine starke Web-Präsenz aufbauen und meiner Zielgruppe vermitteln, welchen Nutzen sie aus meinen Angeboten ziehen kann.

Durch gut entwickelten und regelmäßig lancierten Content kann ich mich und mein Unternehmen im Web 2.0 nachhaltig branden. Deshalb gilt heute mehr als je zuvor:

Content ist King!

 

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